Künftig bessere Bedingungen für Behinderte an Sachsens Hochschulen

Sachsen will die Bedingungen für Menschen mit Behinderung und chronischen Krankheiten an den Hochschulen im Freistaat verbessern.

Einen entsprechenden Antrag der Koalitionsfraktionen von CDU und SPD hat der Landtag am vergangenen Mitwoch beschlossen.

Dazu erklärt Aline Fiedler, Vorsitzende des Arbeitskreises „Wissenschaft und Hochschule, Kultur und Medien“ der CDU-Fraktion: „Behinderung darf kein Hindernis sein, ein Studium aufzunehmen. Zur Bewältigung des Hochschulalltags brauchen Menschen mit Behinderung allerdings mehr Unterstützung. Dabei geht es nicht nur um finanzielle Unterstützung, es geht um Entgegenkommen, Flexibilität, Qualifizierung, Beratung und Begleitung. Vieles ist in den vergangenen Jahren schon getan worden für barrierefreie Lehrmethoden, barrierefreies Bauen, barrierefreie Informationen und barrierefreie Wege. Aber wir wollen und müssen noch besser werden. Barrierefreiheit stellt für jeden Hochschulcampus eine besondere Herausforderung dar, da viele Gebäude im Bestand saniert werden und es größter Anstrengungen bedarf, diese nicht barrierefrei errichteten Gebäude barrierefrei zugänglich zu machen. Trotzdem - und auch das will dieser Antrag deutlich machen - wollen wir diesen wichtigen Gesichtspunkt bei jeder Sanierung und selbstverständlich bei jedem Neubau beachten. Eine Studie soll zunächst genau ermitteln, wie sich die Situation von behinderten Studierenden und Mitarbeitern an unseren Hochschulen darstellt. Nur so können für Probleme vor Ort Lösungen gefunden werden und wird das Bewusstsein für die besonderen Anforderungen an eine inklusive Hochschule geschärft.“

Der behindertenpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Gernot Krasselt verwies noch einmal auf die Forderung nach einer barrierefreien Internetplattform „Studieren mit Behinderung und chronischen Krankheiten“, mit Informationen zu den einzelnen Hochschulstandorten. „Wir wollen noch mehr Abiturienten mit einer Behinderung dazu bringen, ein Studium bei uns in Sachsen aufzunehmen. Dafür ist eine umfangreiche Information der Betroffenen notwendig.“