Feiern, mahnen, erinnern – Gedanken zum 9. November

(Markkleeberg, 9. November 2018) Der heutige Tag stellt einen Schicksalstag für uns Deutsche dar. An jenem Tag fanden drei Ereignisse statt, die unser Land geprägt und verändert haben.

Heute jährt sich zum 100. Mal die Novemberrevolution, welche in der Endphase des Ersten Weltkrieges zum Sturz der Monarchie im Deutschen Reich führte und den Weg für die parlamentarische Demokratie, die Weimarer Republik, ebnete.

Zudem jährt sich heute zum 80. Mal die Reichspogromnacht, bei der zahlreiche Synagogen und jüdische Geschäfte geplündert und zerstört wurden und die den Beginn der systematischen Judenverfolgung darstellte. Daran gedenken heute viele Bürgerinnen und Bürger, unter anderem bei Veranstaltungen in Markranstädt und Markkleeberg. Mit einer Mahnwache an den Stolpersteinen von Olla und Ludwig Bamberger in der Hauptstraße, sowie einer zentralen Gedenkveranstaltung an den Stolpersteinen für die Familie Berliner in der Rathausstraße in Markkleeberg, wird an die Opfer ehrenvoll erinnert.

Am 9. November 1989 fiel die innerdeutsche Mauer und aus einem geteilten Land konnte wieder eins werden. Mit dem Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 1990 wurde die Wiedervereinigung besiegelt.

„Der heutige Tag kann als Schicksalstag der deutschen Geschichte bezeichnet werden. Neben den Anfängen der parlamentarischen Demokratie in unserem Land und dem Fall der Berliner Mauer, prägt den heutigen Tag aber auch das Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht von 1938. Gerade in der heutigen Zeit, in der es viele polarisierende Kräfte und viele Unsicherheiten in unserer Welt gibt, ist es unsere Pflicht, ein Zeichen für Toleranz, gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit zu setzen. Dazu tragen die vielen Mahnwachen bei. Wir werden die Opfer selbst und die schrecklichen Taten niemals vergessen“, so Oliver Fritzsche.

   
Oliver Fritzsche - Ihr Oberbürgermeisterkandidat