(Markkleeberg, 17. Juni 2021) Am heutigen Tag jährt sich der Volksaufstand in der damaligen DDR zum 68. Mal. Im Jahr 1953 erhoben sich die Menschen gegen das SED-Regime - der Aufstand wurde auf brutalste Weise niedergeschlagen. Allein im damaligen Regierungsbezirk Leipzig starben neun Menschen.

 

An jenem Tag gingen mehr als eine Millionen Menschen in der damaligen DDR in rund 700 Orten gegen die politisch und wirtschaftlich angespannte Lage auf die Straße. Aus spontanen Streiks entwickelte sich ein Aufstand mit Rufen nach Freiheit und Einheit. Insgesamt wurden während und nach dem Aufstand mindestens 55 Menschen getötet. Etwa 15.000 Menschen wurden festgenommen, rund 1.800 von DDR-Gerichten zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.

„Dieses Ereignis zeigte bereits schon in den frühen Anfängen der DDR den deutlichen Legitimationsverlust der SED-Führung, die diesen Aufstand nur mit brutalen Mitteln und unter Einsatz sowjetischer Panzer niederschlagen konnte. Für viele ist dieses Ereignis bereits in Vergessenheit geraten. Es ist unserer Aufgabe, dies immer wieder in Erinnerung zu rufen und somit einer Verklärung der DDR entgegenzuwirken. Dabei leisten auch unsere sächsischen Gedenkstätten, die Opferverbände und alle Zeitzeugen einen wichtigen Beitrag. Wir dürfen die Menschen, die diesen Aufstand mit ihrem Leben oder hohen Repressalien bezahlt haben und das damit einhergegangene Unrecht nie vergessen“, so Oliver Fritzsche.

   

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