(Dresden, 17. November 2022) Die Mittel zur Erforschung der DDR sollen im aktuellen Bundeshaushalt drastisch gekürzt werden. Die Vorsitzenden der ostdeutschen CDU-Fraktionen haben sich deshalb in einem offenen Brief an die Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger gewandt. Sie fordern, die Kürzung zurück zu nehmen.

Dazu sagt der Vorsitzende der CDU-Fraktion des Sächsischen Landtages, Christian Hartmann: "Die DDR war ein Unrechtsstaat. Noch heute leiden Menschen unter den Folgen von SED-Willkür und Stasi-Haft. Das dürfen wir nicht vergessen. Deshalb setzen wir als CDU uns für die Gedenkstätten u.a. in Torgau, Bautzen, Hoheneck und Kaßberg ein. Es gibt noch viel zu erforschen. Wir brauchen mehr wissenschaftliche Erkenntnisse statt DDR-Folklore und Ostalgie. Eine drastische Kürzung der Mittel wäre daher ein fatales Signal an alle Opfer."

"Ebenso müssen wir den Transformationsprozess Anfang der 90er Jahre stärker in den Blick nehmen. Auch dies ist Teil der postsozialistischen Geschichte! Eine umfassende Betrachtung ist wichtig. Deshalb wurde dieses Programm 2018 vom Bund ins Leben gerufen. Es zielt auf die Vernetzung von Universitäten und außeruniversitären Einrichtungen ", so Hartmann.

   

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