(Dresden, 27. März 2025) Heute debattierte der Sächsische Landtag über die 21 neuen Vorschläge des Kultusministeriums, um die Unterrichtsversorgung an sächsischen Schulen zügig zu verbessern.

Dazu sagt der bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Holger Gasse:„Eigentlich ist es eine einfache Formel: Die hohe Qualität und die Sicherung des Unterrichts in Sachsen können wir nur mit ausreichend Lehrerinnen und Lehrern in den nächsten Jahren gewährleisten. Dabei ist es uns als CDU besonders wichtig, dass genügend Lehrerinnen und Lehrer nicht nur im Stellenplan existieren, sondern auch tatsächlich vor den Klassen stehen. Die aktuellen Zahlen sprechen aber eine andere und leider deutliche Sprache: Uns fehlen in Sachsen derzeit insgesamt etwa 1400 Lehrerinnen und Lehrer, um den Unterricht vollständig abzusichern. In Folge dessen ist der Unterrichtsausfall im ersten Schulhalbjahr auf 9,4 % angestiegen. Diese Situation geht zu Lasten unserer Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern und ist in dieser Form nicht mehr hinnehmbar.“

Der CDU-Bildungspolitiker Gasse weiter: „Deshalb liegen jetzt Vorschläge des Kultusministeriums auf dem Tisch, um die Unterrichtsversorgung zügig zu verbessern. Als CDU erkennen wir deren Notwendigkeit ausdrücklich an und erwarten eine offene und unvoreingenommene Diskussion sowie eine faire Abwägung der Vorschläge mit Verbänden und Gewerkschaften. Besonders wichtig ist uns dabei, dass die Maßnahmen generationengerecht und nicht nur zu Lasten der älteren Lehrkräfte ausgestaltet werden. Gerade sie haben in den letzten Jahren maßgeblich zur Unterrichtsabsicherung beigetragen. Daher ist es unser Ziel, durch die Umsetzung von Vorsorgemodellen und sogenannte Arbeitszeitkonten auch junge Lehrkräfte noch etwas stärker in die Pflicht zu nehmen. Wir benötigen gerade jetzt auch deren zusätzliches Engagement, um Unterricht bestmöglich sicherzustellen und somit ältere Kolleginnen und Kollegen nachhaltig zu entlasten.“ 

Gasse betont: „Ich bin fest davon überzeugt: Wir haben nur die Chance, es gemeinsam zu schaffen, nicht gegeneinander. Es ist nicht unsere Absicht, irgendeiner Lehrerin oder irgendeinem Lehrer etwas wegzunehmen. Vielmehr geht es darum, dass wir als Staat unserer Pflicht nachkommen, für eine bestmögliche Bildung und Ausbildung unserer Kinder und Jugendlichen zu sorgen.“