(Dresden, 21. April 2026) Die CDU-Fraktion der Sächsischen Landtages hat heute ein Positionspapier zur Stärkung der Erinnerungskultur und zur Unterstützung der Heimatvertriebenen sowie Spätaussiedler beschlossen. Ziel ist es, ihre Lebensleistung sichtbarer zu machen, ihre Rolle für den Wiederaufbau Sachsens zu würdigen und die erinnerungspolitische Arbeit klarer auf die Herausforderungen der Gegenwart auszurichten.

Dazu sagt der Sozialpolitiker Dr. Sven Eppinger: „Heimatvertriebene und Spätaussiedler sind kein Randthema der Geschichte – sie sind Teil unseres Fundaments. Wer ihre Leistung relativiert oder aus dem Blick verliert, schwächt das Verständnis für den Zusammenhalt in unserem Land.“

„Erinnerung ist hochaktuell. Wo Flucht und Vertreibung weltweit wieder Realität sind, brauchen wir Orientierung. Die Antwort der Vertriebenen nach 1945 war klar: Verantwortung übernehmen, anpacken, aufbauen. Das ist bis heute der Maßstab – auch für gelingende Integration.“

„Integration ist keine Einbahnstraße. Sie gelingt, wenn Menschen sich einbringen wollen und wenn der Staat klare, verlässliche Rahmen setzt. Genau dafür stehen wir als CDU-Fraktion. Wir wollen Integration fördern, fordern und den Zusammenhalt stärken.“

„Wer Erinnerung ernst meint, muss Strukturen stärken. Verbände, Begegnungsstätten und Bildungsorte wie der Transferraum Heimat leisten jeden Tag konkrete Integrations- und Erinnerungsarbeit. Diese Arbeit braucht Verlässlichkeit und sollte Priorität haben.“

Hintergrund:
Mit dem Positionspapier bekennt sich die CDU-Fraktion zu den rund 150.000 Heimatvertriebenen sowie Spätaussiedlern in Sachsen und ihrer historischen Bedeutung. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden bis zu 15 Millionen Deutsche aus Ost-, Mittel- und Südosteuropa vertrieben, rund vier Millionen kamen in die damalige Sowjetische Besatzungszone. Sachsen war eines der Hauptaufnahmeländer. Schwerpunkte sind die Stärkung der Verbände, die Weiterentwicklung des „Transferraums Heimat“ als Bildungsort sowie die Sicherung von Begegnungsstätten als Orte der Integration. Leitmotiv ist der Grundsatz „Erinnern für die Gegenwart und Zukunft“.